Lexikon


 
Action Semantic Language
Eine Action Semantic Language (ASL) ist eine Definitionssprache, die UML-Diagramme um zusätzliche Informationen anreichert, so dass diese als ausführbare Modelle verwendet werden können.

Agile MDA
Die Agile MDA basiert auf der Erkenntnis, dass der Code operationell einem ausführbaren Modell gleichzusetzen ist. Folglich können die Prinzipien der Agilen Entwicklung genauso gut auf die Modelle übertragen werden. Ein ausführbares Modell kann daher in kurzen iterativen und inkrementellen Entwicklungszyklen konstruiert, ausgeführt, getestet und modifiziert werden.

CHAOS-Report
Der CHAOS-Report ist ein regelmäßig veröffentlichter Report der Standish Group, in dem die Qualität und der Erfolg von durchgeführten Softwareprojekten untersucht wird.

Common Object Request Broker Architecture
Die Common Object Request Broker Architecture (CORBA) ist eine von der OMG veröffentlichte Spezifikation für verteilte Systeme in heterogenen Umgebungen, die unabhängig von der verwendeten Programmiersprache ist.

Common Warehouse Model
Das Common Warehouse Metamodel (CWM) ist eine Spezifikation der OMG für die Integration von Datenrepositories.

Computation Independent Model
Das Computation Independent Model (CIM) wird im Deutschen auch als Domainen- oder Geschäftsmodell bezeichnet. Es ist unabhängig von der Art und Weise, wie die Anwendung implementiert wird und beschreibt alle fachlichen Anforderungen, die vom zu erstellenden System erfüllt werden sollen.

Computer Aided Software-Engineering
Unter dem Begriff Computer Aided Software Engineering (CASE) versteht man die durch spezielle Werkzeuge, wie z.B. Generatoren, unterstützte Entwicklung von Software.

executable UML
Die executable UML (xUML) ist eine Beschreibungssprache für ausführbare Modelle, welche die ausführbaren Elemente der UML verwendet und diese zusätzlich um Befehle der ASL ergänzt.

eXtreme Programming
Die Vorgehensweise des eXtreme Programmings gehört zu den leichtgewichtigen Modellen und stützt sich u.a. auf paarweises Programmieren, kontinuierliches Testen, tägliche Integrationsläufe und die permanente Anwesenheit des Kunden vor Ort.

Feature Driven Development
Bei der Vorgehensweise des Feature Driven Developments (FDD) wird zunächst ein Gesamtmodell der Software erstellt und anschließend wird aus diesem Modell eine Liste aller zu erstellenden Teilaufgaben (features) abgeleitet. Jede einzelne dieser Aufgaben wird dann geplant, entworfen und implementiert.

Implementation Specific Model
Im Sinne der MDA ist das Implementation Specific Model (ISM) das letzte zu erstellende Modelle, das durch die Transformation des PSMs entsteht und durch den Quelltext repräsentiert wird.

Lean Development
Das Lean Development ist eine stark kundenorientierte Vorgehensweise, bei der eine Verschwendung von Ressourcen vermieden wird und eine Konzentration auf das Wesentliche erfolgt.

Manifesto for Agile Software Development
Dieses von namhaften Personen unterschriebene Manifest kann als kanonische Definition der Agilen Software-Entwicklung betrachtet werden. Es stellt das Individuum und seine Interaktionen sowie eine funktionale Software in den Mittelpunkt der Betrachtungen.

Mapping
Unter dem Mapping versteht man die Art und Weise, wie Modellelemente, die zu einem speziellen Modell gehören, in Elemente eines anderen Modells abzubilden sind. Die resultierenden Modelle können entweder Modelle einer anderen oder aber derselben Hierarchieebene sein.

Marking
Markings sind gemäß der Terminologie der MDA zusätzliche Informationen, die nicht zur Semantik des fachlichen Modells gehören, aber von Werkzeugen zur korrekten Erstellung des Quelltexts benötigt werden.

Meta-Cartridge
Die Meta-Cartridge ist eine vom verwendeten Generierungswerkzeug zur Verfügung gestellte Vorlage zur Erstellung beliebiger Cartridges für die gewünschte Zielplattform.

Meta-Metamodell
Das Meta-Metamodell stellt die oberste Ebene der Modellierungshierarchie der OMG dar und bietet z.B. mittels der MOF die Möglichkeit, technologieneutrale Metamodelle zu spezifizieren, zu konstruieren und zu managen.

Meta-Object Facility
Die Meta-Object Facility (MOF) ist ein Standard der OMG, der es erlaubt, Metadaten zu verwalten und Modellierungssprachen zu definieren.

Model Driven Architecture
Die Model Driven Architecture (MDA) ist ein Ansatz zur formalen Spezifikation von IT-Systemen, der die Spezifikation der Funktionalität von der Implementierung dieser fachlichen Spezifikation auf einer speziellen technologischen Plattform trennt.

Model Driven Development
Unter dem Begriff Model Driven Development (MDD) fasst man alle Ansätze zusammen, die Software modellgetrieben entwickeln und Teile davon automatisiert generieren. Zu diesen Ansätzen gehört auch die MDA.

Model View Controller-Prinzip
Das Model View Controller-Prinzip (MVC-Prinzip) ist ein Prinzip des Software-Entwurfs, das die fachlichen Modellelemente (Model) von ihrer Darstellung auf Benutzeroberflächen (View) trennt und über Kontrollelemente (Control) sicherstellt, dass die Oberfläche auf die Eingaben des Benutzers fachlich korrekt reagiert.

Model-Mapping
s. Mapping

Modell
Ein Modell ist eine formale Repräsentation der Funktion, Struktur und / oder des Verhaltens einer Anwendung oder eines Systems.

Modelltransformation
Unter einer Modelltransformation versteht man den Prozess, der ein Modell eines Systems in ein anderes Modell desselben Systems konvertiert.

Object Management Architecture
Die Object Management Architecture (OMA) ist eine objektorientierte Architektur für verteilte Systeme, welche die Basis für die CORBA bildet.

Object Management Group
Die Object Management Group (OMG) ist ein 1989 gegründetes Konsortium, das sich mit der Entwicklung von Standards für die herstellerunabhängige, systemübergreifende, objektorientierte Programmierung beschäftigt.

Pattern
Unter einem Pattern (Muster) versteht man eine generische Lösung für ein wiederkehrendes Problem, die sich in der Praxis bewährt hat. Die am häufigsten verwendeten Patterns in der MDA sind die Transformation Patterns, die das PIM in das PSM bzw. das PSM in das ISM überführen.

Platform Independent Model
Das Platform Independent Model (PIM) oder plattformunabhängige Modell stellt die fachliche Beschreibung der zu erstellenden Anwendung dar. Es erhält daher keine spezifischen Informationen zu der Plattform oder der Technologie, mit der es implementiert wird.

Platform Specific Model
Das Platform Specific Model (PSM) oder plattformspezifische Modell ist das Modell, das neben den fachlichen Informationen zusätzlich die Informationen über die Technologie enthält, die zur Realisierung des Systems oder der Anwendung verwendet wird.

Plattform
Unter einer Plattform versteht man eine Menge von Subsystemen / Technologien, die eine zusammenhängende Menge von Funktionalitäten über Interfaces und festgelegte Patterns zur Verfügung stellt. Diese können von jedem Subsystem der verwendeten Plattform benutzt werden ohne darauf Rücksicht nehmen zu müssen, wie die Funktionalität für die Plattform zur Verfügung gestellt wird.

Plattformmodell
Das Plattformmodell ist eine Sammlung von technischen Konzepten, die sowohl verschiedene Arten von Bestandteilen einer Plattform als auch Services repräsentieren, die von dieser Plattform zur Verfügung gestellt werden.

Rational Unified Process
Der Rational Unified Process (RUP) ist ein iteratives Vorgehensmodell, das die Software-Entwicklung in die Phasen Anfangs-, Ausarbeitungs-, Konstruktions- und Übergangsphase aufteilt, wobei jede Phase ein oder mehrmals ein Planungs- und Anforderungs-, eine Analyse- und Implementierungs- sowie eine Test- und Durchlaufphase enthält. Die klare Zuteilung von Rollen und Aufgaben sowie die Definition von Artefakten führen dazu, dass sich der RUP als Quasistandard für größere und langfristige Projekte etabliert hat.

Template
Templates (Schablonen) unterstützen die generische Programmierung, indem sie festlegen, in welcher Weise einzelne Modellelemente in Quelltext umgesetzt werden.

Transformation
s. Modelltransformation

UML-Profil
Unter UML-Profilen versteht man eine standardisierte Menge von Extensionen und Constraints, die die Möglichkeiten der UML für bestimmte Anwendungszwecke erweitern.

Unified Modeling Language
Die Unified Modeling Language (UML) ist ein von der OMG definierter Stadnard zur Spezifiaktion der Struktur und des Verhaltens von Systemen. Der Standard definiert neben einer abstrakten Syntax zur Definition von Notationen eine konkrete Syntax in Form von graphischen Symbolen.

V-Modell
Das V-Modell ist ein iteratives und inkrementelles Vorgehensmodell, das auf dem Wasserfall-Modell basiert und dieses um eine explizite Qualitätssicherung ergänzt, indem es für jede Phase definiert, wie die gestellten Anforderungen getestet bzw. überprüft werden können.

V-Modell XT
Das V-Modell XT ist eine Weiterentwicklung des klassischen V-Modell, das die Vorteile von leicht- und schwergewichtigen Prozessen nutzt und auf die Gegebenheiten jedes Projekts individuell angepasst werden kann (XT = eXtreme Tailoring).

View
Unter einem View oder Viewpoint-Modell versteht man die Repräsentation eines Systems aus der Perspektive eines ausgewählten Viewpoints.

Viewpoint
Der Viewpoint auf ein System ist eine Abstraktionstechnik, die eine ausgewählte Menge von architektonischen Konzepten und Strukturregeln verwendet, um spezielle Aspekte des Systems zu fokussieren.

World Wide Web Consortium
Das World Wide Web Consortium (W3C) entwickelt und standardisiert interoperable Technologien (Spezifikationen, Leitlinien, Software und Werkzeuge), um die Entfaltung des vollen Potentials des Internets zu unterstützen. Zu den bekanntesten Standards des W3Cs gehören die Skriptsprachen HTML und XML, die Beschreibungssprache für Vektorgrafiken SVG, die deklarative Stylesheet-Sprache CSS sowie die Bemühungen zum barrierefreien Zugang zu den Inhalten des Internets durch die Web Accessibility Initiative (WAI).

XML Metadata Interchange
Der XML Metadata Interchange (XMI) ist ein OMG-Standard, der den Austausch von Modellen über XML-Dokumente ermöglicht.

Y-Prinzip
Das Y-Prinzip stellt eine Variante der MDA dar, bei der die fachlichen und technischen Anforderungen zunächst getrennt voneinander modelliert und anschließend als Basis für die Codegenerierung verwendet werden. Weitere Informationen zum Y-Prinzip finden Sie hier.

Zielplattform
Unter der Zielplattform versteht man diejenige Plattform, auf der die fachliche Spezifikation implementiert wird, um somit die gewünschte Anwendung zu erhalten.